DER
SOFTWARE CHECK

Meine Ausbildung bei der Post AG war gerade abgeschlossen, der Auszug aus dem Elternhaus stand kurz bevor, mein erstes Auto warf als klappernder FIAT 126A großzügig Öl und Zündkerzen um sich und mein Computer war ein AMIGA 500, nebst Drucker und CD-ROM, kurz: Wir schrieben das Jahr 1995.
Zu dieser Zeit hatte ich noch sehr viel mehr Zeit, sinnlose wie geniale Spiele auf eben jenem Amiga zu spielen und auch der gute, alte Commodore64 war noch ein beliebter Zeitvertreib.
Der eher unbewusste Drang, sich kreativ auszutoben, verband sich mit den Eindrücken jener Zeit und heraus kam ein Magazin, welches ich (nach anderen Anläufen) Software Check nannte und das drei Jahre lang monatlich erschien.
Sein "Erscheinen" ist natürlich realtiv zu werten. Es erschien in einer Auflage von zwei Exemplaren, eines für meinen Bruder und eines für mich. Zuerst noch in Schwarz/Weiß gehalten, berichtete ich von C64- und AMIGA-Spielen und nahm mir die großen Magazine jener Zeit zum Vorbild.
Eigentlich war der Softwarecheck nicht als Medium geeignet, wirklich über etwas aus der Computer-Welt der 90er Jahre zu berichten, denn die einzigen Leser waren wir. Vielmehr war dieses Heft ein kreativer Spielplatz, auf dem ich mich austoben und ein Tagebuch, in dem ich Jugend-Erinnerungen konservieren konnte. Nur sah ich das damals nicht so.
Mit fortlaufender Zeit folgte auch der technische Fortschritt, die Seiten wurden bunt und Spiele des AMIGA1200 meines Bruders, des AMIGA CD³², dem Nintendo Entertainment System und später auch des IBM PCs fanden ihren Weg in den Software Check, in deren, teils recht anarchischen, Artikeln ich noch heute hin und wieder gerne lese und mir dabei an den Kopf fasse.
Der Software Check! Der Software Check! Der Software Check! Der Software Check! Der Software Check! Der Software Check! Der Software Check! Der Software Check!